Neuigkeiten aus Dubrovnik

Reisebericht Dubrovnik 2011

Im August 2011 war es soweit, wir hatten uns dazu entschlossen Dubrovnik zu erkunden. Dubrovnik ist die bekannteste und südlichste Stadt Kroatiens und somit ein Muss für jeden Kroatienurlauber. Unsere Anreise nach Dubrovnik haben wir von Split aus gestartet. Dort sind wir mit dem Auto auf die A1 Richtung Dubrovnik gefahren. Nach ca. 100km ist jedoch Schluss mit der Autobahn und dann heißt es runter auf die Landstraße. 

Die Landstraßen sind sehr kurvig, einige tiefe Schlaglöcher zieren die Straße, die darüberhinaus auch noch sehr eng sind. Dennoch macht es sehr viel Spaß sie zu befahren, da die Landschaft sehr schön ist und je nach Uhrzeit auch nur wenig Verkehr unterwegs ist. Viele fahren auf der Magistrala entlang dem Meer, der Küstenstraße, nach Dubrovnik. Wir haben uns entschlossen im Landesinneren auf der E65 zu fahren. Diese ist zwar sehr eng, aber hier warten nicht so viele Polizisten, da weniger Touristen diese Route wählen.

Am Straßenrand gibt es sehr viele Obststände, die mit frischem Obst werben und die leuchtenden Farben der Früchte verlocken zum Anhalten. Wir haben in der Nähe von Rogotin angehalten und uns mit Obst versorgt. Hier muss man jedoch aufpassen: an den Obstsorten sind keine Preise und man hat das Gefühl, dass die Preise sich am Nummernschild und Wagen orientieren. Daher sollte man hier immer nachverhandeln, höher wird der Preis nicht… Außerdem war viel Obst überreif, sodass man auch hier aufpassen musste. Die Verkäufer wiegen gerne mehr als großzügig ab, so dass man statt des gewünschten 1 Kilos schnell 1,5 Kilo erhält und zahlt.

Am Ende wurden wir dennoch übers Ohr gehauen und haben für 1kg Weintrauben, knapp 4€ bezahlt…dafür waren die Trauben zugegebener Weise aber auch sehr lecker. Weiter Richtung Dubrovnik kommt man nach Klek, an die Grenze zu Bosnien und Herzegowina. Zu Klek muss man sagen, dass sich hier sehr viele Polizisten verstecken und Raser aufhalten und zur Kasse bitten.

Dubrovnik befindet sich in Süddalmatien. Süddalmatien wird durch Bosnien und Herzegowina getrennt, sodass man hier durch Herzegowina fahren muss um nach Dubrovnik zu kommen. An der Grenze gibt es zwei Streifen, einen für die Anmeldung von Waren und eine für den Transit. Die kroatischen Beamten sind ziemlich locker und interessieren sich nicht unbedingt für die Ausreisenden. Die bosnischen Beamten versuchen im Gegensatz schon etwas zu verzollendes  im Auto zu finden. Immer wenn man an der Grenze vorbei fährt sieht man, dass ein bulgarischer oder rumänischer Wagen durchsucht wird.

Herzegowina durchfährt man nun ca. 20km. Man kommt an der Stadt Neum vorbei ,wo man mit Mark bezahlt wird. Es handelt sich hierbei um die Konvertible Mark die 1:1 zu der ehemaligen deutschen Mark umgerechnet wird. In Bosnien konnte man früher günstiger tanken als in Kroatien. Leider ist dies auch nicht mehr der Fall, sodass wir keinen Halt in Neum gemacht haben.

Nach 20km kommt nun endlich wieder die kroatische Grenze, wo man sich wieder anstellen muss und seinen Pass / Personalausweis vorzeigt. Die Beamten lassen aber die meisten Wagen sofort durchfahren, vorallem wenn es sich um deutsche bzw. österreichische Kennzeichen handelt.

Wieder in Kroatien angekommen heißt es nun auf der E80 noch 120km bis nach Dubrovnik fahren. Man fährt jetzt am Meer vorbei und kann die traumhaft schöne Aussicht genießen. Allerdings sollten das besser nur die Beifahrer machen, da sich der Fahrer auf die kurvenreiche Straße konzentriern muss. Man hat nur sehr wenige Möglichkeiten zu überholen, da die meiste Zeit eine durchgezogene Linie herrscht, man durch Ortschaften fährt und oft Staus vorkommen. Dennoch ergibt sich die ein oder andere Möglichkeit langsame Wohnmobile und LKW zu überholen.

Für die Fahrt zwischen  Split und Dubrovnik haben wir ca. 5 Stunden für knapp 220km gebraucht. Am ersten Tag haben wir uns zunächst ausgeruht.

 

Sehenswürdigkeiten in Dubrovnik erkunden

Gut ausgeschlafen und gut gesättigt machten wir uns von Lapad aus mit dem Bus zur Altstadt von Dubrovnik auf. Der Fußmarsch dauert ca. 1h, da die Sonne sehr stark brannte und wir uns auch ein bisschen verlaufen hatten. Angekommen am Pile Tor, kann man schon die riesige Stadtmauer sehen. Aber auch das Hotel Imperial, gegenüber des Eingangs, ist überwältigend. Bevor wir uns jedoch in die Altstadt aufgemacht haben, sind wir zur Festung Lovrijenac gegangen. Diese befindet sich östlich von der Altstadt und ist auf einem Berg gebaut. Der Eintritt kostet 30kn/Personen, das sind umgerechnet ca. 4€.

 Die Festung Lovrijenac ist sehr gut erhalten und sehr sauber. Nur wenige Touristen halten sich hier auf, so dass man selbst in der Hochsaison in Ruhe alles betrachten kann. Oben angekommen hat man einen sehr guten Blick auf die Altstadt von Dubrovnik, man kann sogar bis hin zur Insel Lokrum sehen.

Nach Lovrijenac hatten wir uns entschlossen, die Altstadt von Dubrovnik zu erkunden. Zunächst durchquerten wir das Stadttor Pile und landeten in der Festung Bokar. Hier muss man sich rechts halten, da man auf der linken Seite die Stadt wieder verlässt. Der Ein- und Ausgang in die Innenstadt ist an dieser Stelle durch Schilder in verschiedende Richtungen und eine Absperrung geregelt. Anschließend durchquert man ein zweites Tor und landet vor dem Onofrio Brunnen. Hier tummeln sich sehr viele Leute und trinken Wasser aus dem Brunnen. Wir haben uns das allerdings nicht getraut. Aber den Leuten scheint das kostenlose Wasser gut geschmeckt zuhaben, da viele ihre Flaschen dort auffüllten. Schräg gegenüber befindet sich auch die Erlöserkirche von Dubrovnik und der Eingang auf die Stadtmauer von Dubrovnik. Die Karten für die Stadtmauer müssen jedoch im Tourismusbüro, das sich neben dem Restaurant Klarisa befindet, gekauft werden. Pro Person kostet der Eintritt 70kn (Kinder zahlen etwas weniger) und erlaubt es auf der Stadtmauer um Dubrovnik herum zu gehen.

Auf der Stadtmauer geht man im Uhrzeigersinn und in einer Einbahnstraße. Dies soll verhindern das Staus auf der Stadtmauer entstehen. Auf der Stadtmauer hört man kein kroatisch sondern italienisch, italienisch, italienisch, deutsch, italienisch, japanisch, chinesisch, italienisch, etc.. Man kann sich einen Voiceguide ausleihen. Diese gibt es in verschiedenen Sprachen und erklären an den jeweilgen Punkten interessante Details. Man kommt zunächst an der Festung Bokar vorbei, von hier aus kann man auf die Festung Lovrijenac gucken, die sich nicht weit entfernt befindet. Man kommt an vielen Häusern vorbei und kann sehen wie weit die Häuser von der Stadtmauer entfernt gebaut worden sind. Auf der Meerseite kann man sehen, wie tief es runter geht. Außerdem kann man erkennen, wie dick die Wände sind. Die Mauer auf der Landesseite ist bis zu 6m dick, während die Mauerbreite auf der Meeresseite zwischen 1 und 3m beträgt. Auf der Festung gibt es auch 3 Kioske, die für einen recht üppigen Preis Erfrischungsgetränke verkaufen. Wir waren daher sehr froh, dass  wir ausreichend Wasser dabei hatten.

Die nächste Festung auf die man kommt ist die Festung des heiligen Ivans, von hier aus hat man einen sehr schönen Blick auf die Insel Lokrum. Der Platz auf der Festung des heiligen Ivans ist sehr groß und für eine kleine Pause gut geeignet. Bei jeder Festung kann man die Stadtmauer wieder verlassen und anschließend wieder die Route aufnehmen. Dies sollte man an der Festung des heiligen Ivans machen, denn unten kann man Fotos mit einer Guillotine machen. Mit der Karte kann man danach wieder zurück auf die Stadtmauer und die Tour weiterführen.

Anschließend kommt man am Alten Hafen vorbei und hat einen wunderschönen Blick auf den Hafen, die vielen Schiffe und die große Antahl von Restaurants. Man kommt an dem Dominikaner Kloster vorbei und anschließend auch zur Festung Minceta. Diese ist die höchste Festung von Dubrovnik. Die Festung kann man betreten und von oben aus, hat man einen Blick auf die gesamte Altstadt von Dubrovnik. Wenn man auf das Landesinnere schaut, dann kann man auf die Schlucht schauen, die die Dubrovnikaner erbaut haben um die Stadt uneinnehmbar zu machen. Von der Festung Minceta aus kann man auch den Onofrio Brunnen und das Franziskaner Kloster sehen.

Eine Besichtigung der Stadtmauer dauert ca. 2h. Hobbyfotografen brauchen locker 3h um soviel wie möglich einzufangen. Man sollte aber auch nicht in der prallen Mittagssonne die Stadtmauer besichtigen, da man ansonsten sehr viel schwitzt. 

Der Weg führt einige Mal hoch hinauf und wieder tier herunter. Da es in Dubrovnik sowieso recht winstill und zu Weilen drückend ist, kann der Rundgang schweißtreibend werden.

Nach der Festung Minceta befindet sich auch schon der Ausgang. Hier kann man entweder noch eine Tour machen, oder die Stadtmauer verlassen. Wir haben uns für das Verlassen entschieden und uns auf dem Stradun Richtung städtischem Glockenturm von Dubrovnik gemacht. Auf dem Weg dahin spaziert man auf dem Stradun, der teuersten und größten Straße von Dubrovnik. Man kommt am Franziskaner Kloster vorbei, vielen kleineren Geschäften und nach rund 500m gelangt man zum städtischen Glockenturm. Hier befindet sich auch der Sponza-Palast, die Orlando-Säule und die Kirche des heiligen Blasius, dem Schutzpatron der Stadt. Die Eindrücke, die man hier erhält, muss man erst verarbeiten, da die Gebäude sehr schön und trotz des Krieges sehr gut erhalten sind.

Hier kann man sich entscheiden entweder durch das Tor in Richtung des altem Hafens von Dubrovnik zu gehen oder rechts abzubiegen und zum Rektorenpalast vorzustoßen. Wir haben uns entschlossen zunächst am Rektorenpalast vorbeizugehen und die  Kirche des heiligen Ignatius zu besuchen. Viele Kirchen in Dubrovnik verlangen Eintritt, wenn man sie betreten möchte. Außerdem sollte man entsprechend gekleidet sein, sprich keine kurzen Hosen oder Röcke und Frauen dürfen keine freien Schultern haben. Viele Treppen muss man besteigen bevor man oben angekommen ist. Von hier aus hat man einen sehr schönen Blick auf die Altstadt und die engen Seitengassen. In der Nähe befindet sich auch das Haus der berühmten kroatischen Schriftstellers Marin Drzic.

Nachdem wir oben angekommen waren, sind wir in eine Seitenstraße eingebogen, wo ein Cafe damit wirbt den schönsten Blick Dubrovniks zu haben. Das Cafe befindet sich außerhalb der Stadtmauer und der Blick ist Richtung Meer. Der Blick ist wirklich sehr schön, jedoch sind die Preise dementsprechend auch sehr hoch. Für ein einheimisches  Bier 0,33l verlangt man hier umgerechnet 5€ und für eine Cola 4€. 

Genug vom Steigen hatten wir uns nun entschlossen zum alten Hafen zu schlendern. Hier wimmelt es nur so von Touristen, da hier die ganzen Passagiere der riesigen Kreuzfahrtschiffe ausgeladen werden. Nichts wie weg von hier und ab zur Seilbahn von Dubrovnik.

Seilbahn Dubrovnik

Eine Skiseilbahn in einem so heißen Ort wie Dubrovnik hört sich zunächst sehr seltsam an, jedoch ist die Fahrt super schön. Zur Seilbahn kommt man in dem man zur Festung Revelin geht und dort das Tor Ploce durchquert. Dort am besten nachfragen, aber man sieht auch schon die Seilbahn.

Die Fahrt kostet 80kuna / Person für eine Hin- und Rückfahrt. Von hier aus kommt man auf den Berg Srđ, dem höchsten Berg von Dubrovnik. Dieser Berg hat eine wichtige Rolle im Kroatienkrieg gespielt, sodass hier auch die Ausstellung über den  Krieg zu finden gibt. Oben angekommen hat man einen umwerfenden Blick auf die Altstadt von Dubrovnik, die Stadtmauer von Dubrovnik und das gesamt Umland.

Essen in Dubrovnik

Nach nun gut 10 Stunden herumschlendern, bekamen wir auch langsam Hunger, da unsere mitgebrachten Essensvorräte aufgebraucht waren machten wir uns auf die Suche nach einem passendem Restaurant. Fast alle Restaurants in Dubrovnik haben ihre in vielen Sprachen verfasste Speisekarten auf die Straße gestellt. Die Preise sind ungefähr auf dem gleichen Niveau wie in Deutschland, jedoch sind die Portionen deutlich kleiner und auch Beilagen und Service müssen meist dazugerechnet werden. Nachdem wir uns ein Restaurant ausgesucht hatten, waren wir von der Qualität nur einigermaßen überzeugt. Zwei Pizzen mit 4 Getränken kosten schnell 32€, was schon sehr hoch ist.

Dubrovnik Card

An einem Tag haben wir somit uns fast alle Sehenswürdigkeiten in Dubrovnik angeschaut. Man könnte sagen, dass man an einem Tag lediglich 20% von dem sieht, was Dubrovnik zu bieten hat. Empfehlenswert für alle die in Dubrovnik sind und sich Museen anschauen möchten ist die Dubrovnik Card. Mit der Karte spart man die Eintrittpreise in vielen Museen und auf die Stadtmauer. Hinzu kommt das man mit dem Bus in Dubrovnik kostenlos fahren darf.